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 Justice League, Heft 42: Die Vorgeschichte zum Darkseid-Krieg


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Metron, ein New God, holt weit in seiner Geschichte aus und beginnt mit der Erzählung über das Leben und Sterben in der instabilen Realität, die im Multiversum herrscht. Über seinen Platz als Beobachter der Welten, aber auch seinen hinterhältigen Eingriff in den Krieg zwischen Apokolips und New Genesis, nur um sicherzustellen, dass es für ihn weiterhin etwas zu beobachten gibt. Und natürlich kommt er dabei auf den altbekannten Pakt zu sprechen, bei dem er die Herrscher Darkseid und Highfather überzeugt hatte, dass sie jeweils einen Sohn als "Geisel" untereinander austauschten, um den Frieden zu wahren. All das, um jetzt dem erneut aufgetauchten Anti-Monitor einen Pakt anzubieten, doch daran hat dieser kein Interesse, sein Ziel ist ein epischer Krieg.

Währenddessen geht die Suicide Squad ihren gewohnten Weg. Zwar scheint sich in der Führungsebene vorerst der Streit zwischen Waller und Sage beruhigt zu haben, allerdings läuft es in der angesetzten Mission in China nicht besser als in der vorherigen in Russland. Auch dieses Mal funktioniert der Plan nicht und wieder geraten die derzeitigen Teammitglieder in einen Kampf, in dem sie zahlenmäßig deutlich unterlegen sind. Mit letzter Kraft können sie vorerst dem Schauplatz entkommen, doch irgendetwas oder irgendwer hat ihre Verfolgung aufgenommen.

Kaum sind die Ereignisse um Lex Luthors Amazo-Virus geschehen, da werden die Superhelden der Justice League in den Zwangsurlaub geschickt. So bietet die neue Ausgabe #42 zwar satte 76 Seiten Comicspaß, jedoch ohne die titelgebende Liga, da in deren Heft nun "Die Vorgeschichte zum Darkseid-Krieg" dargelegt wird. Die Ruhepause sei den Helden gegönnt, zwar ist der "Auftakt des Auftakts" recht kurz, sie nimmt knapp ein Drittel des Heftes in Anspruch, allerdings überzeugt die Vorgeschichte durch eine sehr schöne Erzählstruktur. New God Metron erzählt aus seiner Sicht die Dinge und leitet von seinem Tauschpakt, bei dem Darkseid und Highfather jeweils einen Sohn auf den Planeten des anderen schickten, um den Frieden zu wahren, über zu einem neuen Pakt, den er dieses Mal dem Anti-Monitor vorschlagen will. Das Ganze wird spannend und kurzweilig geschildert und mit je drei Doppelseiten ein Highlight abgeliefert. Denn die drei großen Events, die im Laufe der Zeit massiv die nun instabile Realität erzeugt oder mitgeprägt haben, werden noch einmal in einem Panel komprimiert gezeigt. So werden Zero Hour (1994), Infinite Crisis (2005) und Flashpoint (2011) jeweils von Zeichnern/Autoren, die beim jeweiligen Event bereits die Feder in der Hand hatten, noch einmal in Erinnerung gerufen. Dan Jurgens, Herry Ordway und Scott Kolins geben sich die Ehre und liefern allesamt sehenswerte Doppelseiten ab. Ein starker Einstieg in ein hoffentlich spannendes kommendes Event, das aber auch Neueinsteigern in das 52-Universum einen verständlichen Einblick gibt. In dem Zusammenhang sind auch die Redaktionsseiten am Ende des Heftes erneut eine gelungene Hilfestellung, falls Fragen offenbleiben.

In diesem Heft bekommt die New Suicide Squad deutlich mehr Seiten, was die Chance birgt, dass der Leser mit den Missionen und der Geschichte der Squad vertrauter wird. Nachdem der Einstieg der Serie (nach dem Ende der Teen Titans) eher zäh verlief und die heftübergreifende Rahmenhandlung bisher nicht genügend Spannung mit sich bringt, wäre hier nun der Platz, um den Antihelden zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Überzeugend ist allerdings auch diese doppelte Ausgabe nicht, denn auch, wenn der lahme Streit auf der Führungsebene hier nur kurz angedeutet wird und auch die Besetzung des Teams im Kern interessant ist, so fehlt es an packender Handlung. Letztendlich ist es eine Mischung aus lockeren Sprüchen und einem dominierenden Part an Actionpanels.

Kurzum: Auch wenn die Abenteuer oder Selbstmordmissionen der New Suicide Squad einen großen Anteil in diesem Heft ausmachen, hinterlassen sie keinen prägenden Eindruck. Der Auftakt des drohenden Darkseid-Krieges ist beinahe episch erzählt und überzeugt hingegen mit einer Geschichte, die Lust auf mehr macht. Beinahe nebenbei sind die zeichnerischen Zusammenfassungen ganzer Events eine grandiose Idee und auch noch super umgesetzt.


Auf mycomics.de ist eine Leseprobe vorhanden.

Nicolas Gehling



Magazin / Heft | Erschienen: 24. November 2015 | Preis: 4,99 Euro | 76 Seiten | Sprache: Deutsch

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