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 Der letzte Atemzug

Serie: Kreuzzug, Band 8
Autoren: Jean Dufaux
Illustratoren: Philippe Xavier
Übersetzer: Resel Rebiersch
Verlag: Splitter Verlag

Cover
Gesamt ++---
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Gunther von Flanderns Familie glaubt ihn tot. Seine vermeintliche Witwe Sybille von Flandern gibt sich dem Ritter Lusignan hin, der wiederum plant, seine Macht zu vergrößern und Hierus Halem zu erobern. Dort findet zeitgleich gerade ein Komplott gegen den Sultan Ab´Dul Rasim, statt dass dieser nur mit Mühe abwehren kann. Der tot geglaubte Ritter Gunther wiederum ist auf der Suche nach einem Dämon, den es zu vernichten gilt. Dieser hat die Fähigkeit in Menschen einzufahren und seinen Körper zu übernehmen. Wie es scheint, wird es so schnell keinen Frieden im Heiligen Land geben.

Der letzte Band der Reihe "Kreuzzug" von Texter Jean Dufaux und Zeichner Philippe Xavier schließt mit "Der letzte Atemzug" die Geschichte um Gunther von Flandern ab.

Drei verschiedene Erzählebenen bringen die Erzählung zum Abschluss. Für den Leser ist das teilweise verwirrend und die landschaftlich überzeugenden Zeichnungen können das nicht immer kompensieren, denn was die Mimik der Figuren angeht, geraten sie streckenweise recht hölzern.

Keine Frage, die Geschichte hat interessante Aspekte, doch das reicht nicht aus, um die Aufmerksamkeit der Betrachter zu erhalten. Zu zerfasert ist die Handlung, zu schnell springt die Erzählperspektive von einer zu einer anderen. Hier wären weniger Protagonisten eindeutig mehr gewesen, denn es gelingt Texter und Zeichner nicht, diese mit Leben zu füllen. Sie bleiben zweidimensional. Zwar gibt es so manche Überraschung im Plot, diese reichen jedoch nicht aus, um den Leser an die Geschehnisse zu fesseln. Stattdessen verliert sich die Geschichte in Spekulationen über Spiegel, die das wahre Gesicht zeigen, Dämonen, die um ihre Freiheit kämpfen, und Ritter, die schon lange ihre Mission aus den Augen verloren haben.

Acht Bände haben Dufaux und Xavier gebraucht, um die Handlung der Reihe auszuschmücken und trotzdem wirkt das Ende wie hingewürfelt. Sie ist nicht rund, wirkt unfertig und überhastet zu Ende gebracht. Es fehlt ein verbindendes Element. Stattdessen wird der Leser zu verschiedenen Schauplätzen gehetzt und vermisst doch Details, die Kleinigkeiten, welche die Handlung vervollständigen könnten und die über Andeutungen hinausgehen.

So jedoch ist "Der letzte Atemzug" zu mystisch geraten, will zu viel und verliert dabei den roten Faden. Die Anteilnahme am Schicksal der Personen bleibt oberflächlich, denn die Handlung hat nichts, was den Leser berührt, und zum Weiterlesen animiert und da ist es gut, dass die Geschichte mit diesem Band abgeschlossen ist, denn so, wie es scheint, haben Dufaux und Xavier sich verzettelt und eine Idee mit viel Potenzial nicht konstant umsetzen können.

Ein Blick ins Buch ist auf der Verlagsseite möglich.

Iris Jockschat



Hardcover | Erschienen: 1. Dezember 2015 | ISBN: 9783958390423 | Originaltitel: Croisade | Preis: 13,80 Euro | 56 Seiten | Sprache: Deutsch

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