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 Monster Hunter International, Band 5: Ein Monster sieht rot

Serie: Monster Hunter International, Band 5
Autoren: Larry Correia
Übersetzer: Michael Krug
Verlag: Bastei Lübbe

Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Agent Franks arbeitet für eine US-Behörde. Dem Amt für Monsterkontrolle gehört seine Loyalität, zu jeder Zeit und in jedem Fall. Nur eine Bedingung hatte er seinerzeit gestellt, bevor er sich verpflichtete, für die Vereinigten Staaten zu kämpfen. Sie ist nicht verhandelbar und jeder Bruch dieser Vereinbarung hätte zur Folge, dass er die Verantwortlichen als seine Feinde sieht. Nun aber hat er einen neuen Vorgesetzten und dieser will sich nicht nur über die Regel hinwegsetzen, nein, er betrachtet Franks auch als unnötiges Risiko, das es aus dem Weg zu räumen gilt. Kein Wunder, dass Franks in kurzer Zeit auf dem Kriegspfad ist. Für seine Gegner ist das keine gute Neuigkeit.

Oh Scheiße ! Das ist Franks!


Wenn sogar Dämonen erzittern, muss der Gegner wahrhaft fürchterlich sein. In Agent Franks' Fall trifft das uneingeschränkt zu. Schon im ersten Band der "Monster Hunter"-Reihe hatte der schweigsame Agent einen eindrucksvollen Auftritt und seitdem treffen die Monster Hunter immer wieder auf ihn. Im fünften Band der Reihe dreht sich nun alles um ihn und der Leser erfährt, was es mit Franks auf sich hat.

Nachdem der unverwüstliche Agent bereits in der Vergangenheit nicht nur unglaubliche Abenteuer überstanden hat, sondern auch regelmäßig mit neuen Organen auftauchte, ist Fans der Reihe natürlich klar, dass der Name Franks für Frankensteins Monster steht, das seit Jahrhunderten seinen Dienst für die Vereinigten Staaten ableistet. Da stellt sich die Frage, wie es dazu kam, und zwar nicht nur zu der äußerst spektakulären Dienstverpflichtung, sondern überhaupt dazu, dass diesem Körper Leben eingehaucht wurde. Wieso existiert Franks und was bewog ihn dereinst dazu, einer amerikanischen Behörde beizutreten? All das wird erklärt und auch die einzige Bedingung, die Franks seinerseits an die Regierung der USA stellte. Kein Wesen wie er darf jemals wieder erschaffen werden, sonst erklärt er den Vereinigten Staaten den Krieg. Wer das Monster kennt, weiß, dass es sich dabei um eine sehr ernst zu nehmende Drohung handelt.

Ein Kämpfer wie Franks weckt allerdings Begehrlichkeiten. Was für eine Armee könnte entstehen, stünden nur mehr Wesen wir er zur Verfügung! Es kommt, wie es kommen muss, ehrgeizige Wissenschaftler und Soldaten wollen sich über seine Warnung hinwegsetzen. Dabei übersehen sie jedoch, dass diese nicht ohne Grund ausgesprochen wurde und die Folgen für die Menschheit verheerend sein können.

Zimperlich war Autor Larry Correia ja noch nie, aber was er in „Ein Monster sieht rot“ entfacht, gleicht einem Inferno. Franks' Wut ist entfacht und in gerechtem Zorn macht er sich daran, seine Gegner in die Hölle zu schicken, wortwörtlich. Was hier an Gewalt geschildert wird, ist nichts für Weicheier. Auch Franks' Gegner haben keinerlei Skrupel, sowohl was Lügen und Intrigen als auch eiskalten Mord angeht. Den Präsidenten zu manipulieren entlockt ihnen bestenfalls ein müdes Lächeln und Kollateralschäden nehmen sie achselzuckend hin. Was der Autor von Regierungen hält, macht er hier mehr als deutlich und seine sehr positive Einstellung zu großen Waffen kann er auch in diesem Buch nicht verleugnen. Auf Ausgewogenheit oder Mäßigung braucht niemand zu hoffen, hier gilt "Auge um Auge, Zahn um Zahn". Wenn ein paar Körperteile mehr abgetrennt werden, ist es den Protagonisten mehr als recht.

Dafür bekommt der Leser ein Buch, in dem es nicht eine Minute lang ruhig zugeht und dessen Spannungsbogen gespannt ist wie eine Reißleine. Die Figuren jagen durch die Handlung, als gäbe es kein Morgen, was auf einige von ihnen durchaus zutrifft. Correia hat keine Skrupel, auch wichtige Figuren zu eliminieren und das tut der Geschichte gut, weiß der Leser doch nie, wen es dahinraffen kann. Dass Franks hier als Sympathieträger auftritt, sagt einiges über die anderen Figuren aus, ist das Monster doch bekanntermaßen wortkarg und sein Verständnis von Moral entspricht nicht unbedingt menschlichen Maßstäben.

„Ein Monster sieht rot“ lohnt sich, unbedingt. Larry Correia hat seinen ganz eigenen Stil und der ist große Klasse. Auch dieser Band überzeugt wieder und wird den Fans der Monster Hunter Reihe ganz sicher gefallen.

Eine Leseprobe findet sich auf der Verlagsseite.

Iris Jockschat



Softcover | Erschienen: 26. Mai 2017 | ISBN: 9783404208722 | Originaltitel: Monster Hunter Nemesis | Preis: 16,00 Euro | 496 Seiten | Sprache: Deutsch

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