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 Logan McRae-Reihe, Band 10: Totenkalt

Serie: Logan McRae-Reihe, Band 10
Autoren: Stuart MacBride
Übersetzer: Andreas Jäger
Verlag: Goldmann Verlag

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Seit mehreren Tagen wird der Familienvater Martin Milne vermisst. Eine nackte, gefesselte Leiche mit einer Plastiktüte über dem Kopf, die kurze Zeit nach dem Verschwinden im Wald gefunden wird, entpuppt sich als Milnes Geschäftspartner. Ganz in der Nähe war außerdem die Leiche einer Studentin gefunden worden. Hängen die Fälle zusammen, handelt es sich um einen Serienmörder? Gegen seinen Willen wird Sergeant Logan McRae von seinen aktuellen Fällen abgezogen, um mit seiner alten Vorgesetzten DCI Roberta Steel den Fall zu lösen.

Logan McRaes Job und sein Leben waren nie besonders leicht, aber im zehnten Teil der Reihe kommt es für ihn knüppeldick. Nicht nur, dass er wieder direkt mit seiner ehemaligen Vorgesetzten Roberta Steel zusammenarbeiten muss, sondern auch privat häufen sich die Probleme. Seit fünf Jahren liegt seine Freundin Samantha im Koma, und da keine Hoffnung mehr besteht, dass sie jemals wieder aufwachen wird, hat Logan die Entscheidung getroffen, die lebenserhaltenden Maschinen abschalten, und Samantha sterben zu lassen. Zeitgleich liegt Unterweltboss Hamish Mowat, mit dem Logan eine lockere Freundschaft pflegt, im Sterben. Sein potenzieller Nachfolger Reuben will Logan für seine Geschäfte einspannen und droht mit entsprechenden Maßnahmen, wenn Logan nicht kooperiert. Zu allem Überfluss untersucht Chief Superintendent Napier, gerne als Roter Rächer bezeichnet, den Fall eines verurteilten Kinderschänders. Napier ist davon überzeugt, dass Roberta Steel dem Mann kinderpornografische Bilder untergeschoben hat und will bei der Untersuchung die Unterstützung von Logan.
Bei dieser Ansammlung von potenziellen und bereits reellen Katastrophen ist es nur eine Frage der Zeit, bis Logan am Ende ist. Dabei stellt sich nur die Frage, ob Logan lediglich suspendiert wird und im Gefängnis landet oder gar im wortwörtlichen Sinne sein eigenes Grab schaufelt. Auch so scheint Logan am Rande eines Zusammenbruchs zu stehen. So lange Samantha noch im Koma liegt, führt er immer Gespräche mit ihrem ihm erscheinenden Geist. Nach ihrem Tod führt er diese Selbstgespräche mit seinem Spiegelbild.
Der eigentliche Kriminalfall wird dabei fast zur Nebensache, bildet aber den Rahmen um die gesamte Handlung. Natürlich verläuft die Aufklärung des Falls nicht so glatt, wie sich dies die Ermittler wünschen, er birgt auch viele Überraschungen, aber am Ende klärt sich alles logisch auf.

Natürlich kommt trotz allem der schwarze und häufig auch absurde Humor, der schon die vorherigen Bücher ausgezeichnet hat, nicht zu kurz. Da werden bei einem Verhör Wetten abgeschlossen, welche Floskeln der Verdächtige vorbringen wird, oder die Kollegen nehmen sich gegenseitig auf den Arm. Roberta Steel ist wie üblich derb und treibt ihre Mitarbeiter in den Wahnsinn. Wenn es dann doch einmal sentimentale Momente gibt, treiben diese dem Leser Tränen in die Augen.

Fazit: Schon in den vorherigen Teilen der Reihe hat es sich angedeutet, aber nun wird klar, dass der Abstieg von Logan McRae kaum aufzuhalten ist. Zu viele Probleme belasten ihn und die Vergangenheit droht ihn einzuholen. Hier ist somit nicht nur wie üblich der Humor schwarz und absurd, sondern auch Logans Zukunft sieht düster aus.

Einen Leseprobe ist auf der Verlagsseite zu finden.

Annika Schukies



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