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 The Walking Dead, Band 1: Gute alte Zeit

The Walking Dead 1

Serie: The Walking Dead, Band 1
Autoren: Robert Kirkman
Illustratoren: Tony Moore, Cliff Rathburn
Übersetzer: Marc-Oliver Frisch
Verlag: Cross Cult

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Im Januar 2006 erschien der erste Sammelband von Robert Kirmans "The Walking Dead" in deutscher Sprache.

Nachdem er angeschossen wurde, erwacht Polizist Rick in einem Krankenhaus. Doch niemand reagiert auf sein Rufen, das Krankenhaus ist völlig menschenleer. Während er sich auf die Suche nach dem Krankenhauspersonal macht, entdeckt er die ersten Leichen und - Zombies.
Rick flieht aus dem Krankenhaus und macht sich auf den Weg zu seinem Zuhause in der Hoffnung, dort Frau und Kind wohlbehalten anzutreffen. Doch auch sein Heim ist menschenleer und Rick trifft auf einen Mann, der sich im Nachbarhaus verkrochen hat. Er berichtet von einer schrecklichen Seuche und davon, dass Radio und Fernsehen die Menschen aufgefordert haben, in die großen Städte zu fliehen, um den wandelnden Toten zu entkommen und von dort aus in Sicherheit gebracht werden zu können.
Rick setzt seinen Weg also fort, um seine Familie vielleicht in Atlanta zu finden. Doch in der Großstadt scheint es auch keine Überlebenden zu geben und Rick sieht sich plötzlich von Zombies umzingelt. Ein plötzlich auftauchender junger Mann rettet ihn und bringt ihn zu einem Camp Überlebender außerhalb der Stadt. Dort trifft er nicht nur auf Frau und Kind, sondern auch auf seinen besten Freund Shane, der allerdings mit der Zeit immer weniger erfreut über Ricks Anwesenheit scheint. Doch Rick hat zunächst keine Zeit, sich über solcherlei Anzeichen Gedanken zu machen, denn im Mittelpunkt stehen momentan das blanke Überleben und die Schulung der Campbewohner im Schießen und in anderen Überlebensstrategien.

Robert Kirkman bezeichnet sich selbst als großen Zombie-Fan. Mit der Serie "The Walking Dead" begann er eine Serie, die nach seiner Aussage als endlose Chronik geplant ist, denn im Mittelpunkt steht nicht, wie die Zombies besiegt werden können, sondern wie Menschen nach einer solchen Katastrophe überleben und wie sich langfristig entwickeln.
So erinnert der Anfang des Comics zwar stark an den Film "28 days later", hat mit diesem aber davon abgesehen wenig zu tun. Die Serie beginnt zwar wie viele andere Zombie-Comics, -Filme und derlei, kommt aber rasch an einen Punkt, ab dem die Reihe dort weitermacht, wo Filme und Bücher in der Regel aufhören. Dieser Aspekt der Serie ist bereits im ersten Sammelband sehr gut erkennbar.

Löblich ist auch das Arrangement des Sammelbandes. An keiner Stelle findet eine Kapitelaufteilung statt und insgesamt lässt sich das gesamte Hardcover-Buch flüssig lesen, ohne dass der Leser an Stellen hängen bleibt, an denen erkennbar wäre, dass es sich um den Beginn eines neuen Heftes handelt.

Zeichnerisch ist die Comicserie komplett farblos gehalten. Die ursprünglichen Schwarzweißzeichnungen wurden später mit Grautönen bearbeitet, was dem Ganzen mehr Tiefe verleiht, das Düstere hierbei aber unterstreicht, was farbiger Gestaltung wohl eher nicht gelungen wäre.

Neben der Geschichte der Serie aus sechs Heften bietet das Comicbuch noch ein Interview mit Robert Kirkman und Zeichner Tony Moore. Ganz am Ende steht zudem ein mehrseitiger "Zombie-Guide", dessen erster Teil sich mit Zombiefilmen befasst und einige von ihnen vorstellt.

"The Walking Dead" erzeugt ein hohes Maß an Spannung, obwohl nicht das vielleicht erwartete Gemetzel, sondern die Figurenentwicklung und das Drama des apokalyptischen Settings im Vordergrund stehen. Die Zeichnungen sind diesem Stil angepasst. Sie sind nicht überragend, aber gut und verzichten vor allem auf die Überzeichnung der Figuren, so wie es auch der Inhalt macht.

Tanja Elskamp



Hardcover | Erschienen: 01. Januar 2006 | FSK: 16 | ISBN: 9783936480313 | Preis: 16 Euro | 156 Seiten | Sprache: Deutsch

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