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 Famen und Esperanzen: EineFrauAllein


Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Ein Sommer in Madrid, eine Frau allein mit ihrem Computer, allein und unsichtbar. Isabel Blare schreibt über einen neuen Typus von Mensch, über die, die sich unsichtbar machen, allen Berührungen und Gesprächen aus dem Weg gehen und alle Kontakte auf den Computer beschränken.

Der kurze Roman schwankt zwischen den Gedanken der Frau über ihre Situation, ihre wenigen Ausflüge, über ihren neuen Lebenswandel, bei dem sie auf vieles verzichtet, sich gehen lässt, und ihren Chats, die fast in jedem Fall sexueller Natur sind. Sie macht sich zur Sklavin, zum zwölfjährigen Mädchen, das über Sex lernen will, zu jedem Geschöpf, als das sie den Männern am anderen Ende, die sie nicht kennt und mit denen sie nur dieses eine Mal spricht, Lust bereiten kann. EineFrauAllein ist eines ihrer Pseudonyme.

Dazwischen wieder die Gedanken, nihilistisch sich in ihre Unsichtbarkeit ergebend. Die schweifen ab, sind redundant, kreisen immer wieder um die Möglichkeit, sich allen Kontakten zu entziehen.

Obwohl es gerade mal 143 Seiten sind, ist EineFrauAllein nicht mal eben so gelesen. Zu schwermütig und gleichförmig die Gedanken, die sich immer wieder selbst beweisen wollen. Nur im Chat passiert überhaupt irgendwas. Dafür sind diese erotischen Szenen zwar nicht politisch korrekt, aber teilweise sehr gut geschrieben, treffen einen erotischen Nerv, der ja bei vielen Versuchen sonst in schlechter Pornosprache verunglückt. Aber so richtig überzeugen kann das Büchlein nicht, dafür verbleibt es zu sehr in einer ausgewalzten Zustandsbeschreibung.

Holger Hennig



Hardcover | Erschienen: 01. März 2006 | ISBN: 3936791171 | Originaltitel: UnaMujerSola | Preis: 15,90 Euro | 143 Seiten | Sprache: Deutsch

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