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 Gildenbrief, Band 51: Gildenbrief 51

Serie: Gildenbrief, Band 51
System: Midgard
Herausgeber: Alexander Huiskes
Verlag: Verlag für F&SF-Spiele

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Dieser Gildenbrief beginnt mit einem Vorschlag von Jochen Magel, wie man die Ausdauerpunkte von nichtmenschlichen Rassen neu und besser bestimmen könnte. Keine schlechte Idee, aber da muss jede Runde für sich ausmachen, wie sie solche Änderungen vornimmt.

Von Peter Kathe stammt ein Artikel zu Buluga. Ob man den Gildenbrief und die darin dargestellten Informationen verwendet oder das kurz nach dem Gildenbrief erschienene Quellenbuch dazu verwendet, ist wieder eine Gruppenentscheidung. Die Gildenbriefvariante ist ganz gut, werden doch hier die bulugische Landschaft, die Völker Bulugas, die Sprachen Bulugas (mit kleinem Sprachführer), bulugische Waffen und Fertigkeiten beschrieben. Dazu gibt es einige Illustrationen und eine schöne Karte. Da Peter Kathe auch der Autor des Quellenbuchs ist, dürften die beiden Beschreibungen kompatibel sein. So kann man den Gildenbriefartikel als kleine Einstimmung sehen und bei Interesse dann zum Quellenbuch greifen, welches umfangreicher ist.

Nach dem exotischen Buluga kommt nun ein Abenteuer im exotischen Nahuatlan. Das Abenteuer heißt "Für eine Handvoll Kakaobohnen" und stammt von Christopher Bünte. Es kann mit anderen Abenteuer in Nahuatlan verbunden werden oder, da es nicht immer einfach ist nach Nahuatlan zu kommen, auch mit vorgefertigten Charakteren gespielt werden, die dem Abenteuer beigefügt sind. Im Vorwort des Abenteuers wird gesagt, dass das Nahuatan-Quellenbuch nicht unbedingt nötig ist. Dennoch ist es nach Meinung des Rezensenten empfehlenswert, dieses zu besitzen, da man damit viel mehr die Eigenheit der nahuatlanischen Kultur darstellen kann.
In dem Abenteuer sind die Spieler der "Begleitschutz" eines Reisenden, der dann in Probleme gerät, aus denen die Spieler ihn befreien sollen. Dazu müssen sie eine Höhle erkunden, den Feind erschlagen und ihren Mitreisenden retten. Also eine der typischen Heldengeschichten, diesmal aber in einer exotischen Kultur. Keine schlechte Idee, da sich das Abenteuer auch an Charaktere der Grade 2 bis 5 richtet.

Bethina Maier hat wieder eine kleine Erzählung beigesteuert zum Gildenbrief. Diesmal handelt die Erzählung von den albischen Scharfrichtern. Der Stil ist angenehm und die Geschichte ist eine schöne Möglichkeit, das Wissen des Lesers von Alba weiter zu vertiefen.

Besonders erfreulich ist der Artikel von Arne Steinfort, der die Stadt Uchana beschreibt. Dies ist der dritte Artikel zu einer exotischen Kultur in dieser Ausgabe. Die Stadtbeschreibung ist ausführlich und beinhaltet sowohl die Umgebung der Stadt als auch deren Geschichte. Dazu werden einige Worte über die Religion und die Wirtschaft der Stadt verloren sowie über Gesetze und Gesetzesbrecher. Zusätzlich gibt es einen groben DIN A4-Plan der Stadt. Einige besondere Örtlichkeiten sind beschrieben, die man gut in ein Abenteuer einbringen kann, das meiste ist jedoch noch komplett "unerschlossen", also eine gute Möglichkeit für jeden Spielleiter sein Uchana noch zu formen. Für Spielleiter ansprechend ist die Möglichkeit, an mehreren Stellen mit Abenteuern an die Informationen anzuknüpfen.

Neben den drei großen Artikeln über exotische Kulturen gibt es einige weitere Artikel, unter anderem einer von Fabian Wagner, in dem er seine Gedanken zu "Spielfiguren" darlegt. Mit den exotischen Kulturen ist dieser Gildenbrief sehr abwechslungsreich, auch wenn vielleicht nicht jeder Spieler beziehungsweise Spielleiter mit den sehr speziellen Informationen etwas anfangen kann. Der Uchanaartikel ergänzt die Tegarenbeschreibung von Arne Steinforth, die als Serie in früheren Gildenbriefen auftauchte.

Qualitativ und inhaltlich ein herausragender Gildenbrief! Die Publikation ist im Vergleich zu früheren Ausgaben um 35 Cent teurer geworden. Dies erklärt sich jedoch dadurch, dass auch der Umfang auf 66 Seiten gestiegen ist. Dadurch ist die Preissteigerung durchaus akzeptabel. Der Zusammenhang zwischen Cover und Inhalt der Ausgabe ist jedoch nicht wirklich ersichtlich.

Jens Fleischhauer



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