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 Fenwick- Reihe, Band 3: Crescendo

Serie: Fenwick- Reihe, Band 3
Autoren: Elizabeth Corley
Übersetzer: Klaus Timmermann, Ulrike Wasel
Verlag: Weltbild

Cover
Gesamt +++++
Aufmachung
Brutalität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Mit "Requiem für eine Sängerin" wurde die britische Autorin Elizabeth Corley bei uns bekannt. Ihre Hauptfigur aus ihrem Erstling, Inspector Fenwick, wird zur Serienfigur, denn er ermittelt auch in "Nachruf auf eine Rose" und natürlich im hier rezensierten "Crescendo". Allerdings muss man die Bücher nicht der Reihe nach lesen, da die Handlungen alle abgeschlossen sind. Dass sich die Autorin dem Genre Thriller zuwandte, war eigentlich nur Zufall und von ihr nicht beabsichtigt. Gut für die Thriller- Fans unter uns, denn Corley ist Meisterin der Spannung!

Der Roman beginnt noch relativ harmlos, ein Vergewaltiger wird gesucht und die Polizeibeamtin Nightingale hält als Lockvogel her. Sie lernt den Verbrecher in einem Onlinespiel kennen, wie auch die Opfer zuvor. Nachdem er sie ein Weilchen beobachtet hat, wird sie von ihm überwältigt, doch bevor etwas Schlimmes passieren kann, greifen die Cops ein. Nun sitzt also der Vergewaltiger hinter Gittern, doch Nightingale bekommt Drohungen per E-Mail, die immer ernster und auch bedrohlicher werden, denn draußen ist sein Kumpan am Werk und verübt weitere Morde, die der Handschrift des nun Inhaftierten ähneln.
Durch die Arbeit und ihren persönlichen Verlust - ihre Eltern sind gestorben - gekennzeichnet, möchte Nightingale sogar aus dem Polizeidienst austreten und fährt nach Devon, ohne jemandem Bescheid zu sagen. Dort stößt sie auf ein altes Familiengeheimnis und verbringt ihre Zeit bei der Lösung dieses Rätsels.
Fenwick, der sich gerade vom Kummer um seine im Koma liegende und nun verstorbene Frau erholt, ist Nightingale sehr zugetan und macht sich große Sorgen um sie. Deswegen ermittelt er weiter, obwohl seine Vorgesetzten davon nicht begeistert sind.
In der Zwischenzeit werden wieder Frauen ermordet. Alle Fälle scheinen bis auf die abgeschnittenen Finger nichts gemeinsam zu haben. Nur Inspector Fenwick glaubt an eine Verbindung zwischen dem Vergewaltiger, der in Haft sitzt, und dem Mörder, der draußen sein Unwesen treibt. Und nur er glaubt daran, dass Nightingale in Gefahr ist und versucht sie zu finden. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn auch der Mörder sucht nach Nightingale und findet sie.

Corley stellt uns mit Fenwick und Nightingale zwei sympathische und starke Charaktere an die Seite. Beide überzeugen in ihrer Rolle, haben Ecken und Kanten, wodurch beim Leser schnell Sympathie erweckt wird. Man folgt Nightingale durch ihren harten und gefährlichen Auftrag, den Täter auf frischer Tat zu ertappen und kann die nachträgliche Angst als Reaktion auf die E-Mails sehr gut nachempfinden. Überhaupt hat Corley starke Figuren gezeichnet, denen man jedes Handeln sofort abnimmt. Alles scheint glaubwürdig, nichts übertrieben.
Obwohl der Leser schon relativ früh die Identität des Verbrechers erfährt, geht die Spannung nicht verloren. Denn für Nightingale beginnt ein Spiel um Leben und Tod. Indessen folgt Fenwick den Täter anhand logischer Schlussfolgerungen. Zwei Charaktere, beide Ermittler, und doch so verschieden!
Auch die Täter werden durch ein bestimmtes Verhaltensmuster glaubwürdig, ohne dass man sich zu sehr in die Gedanken der Verbrecher versetzen muss. Die Geschichte lebt von der Kraft der Charaktere, nicht durch das Beschreiben grausamer Verbrechen. Das macht das Lesen unterhaltsam. Corley schafft es, die Spannung von Anfang bis Ende aufrecht zu erhalten. Dazu wechselt sie auch oft die Perspektive und der Leser erfährt mal die Sicht vom Täter, mal von den ermittelnden Figuren.

Fazit: Eine Empfehlung für alle Leser, die auf Spannung nicht verzichten wollen! Ein rasanter Plot reißt den Leser von Anfang bis Ende mit, eine blutrünstige Handlung sorgt für den nötigen "Thriller- Effekt" und gut ausgearbeitete Figuren runden die Geschichte zu einem exzellenten Meisterwerk ab. Wer schlaflose Nächte haben will, sollte sich Crescendo nicht entgehen lassen!

Iris Tscharf



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