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 Edgar Allan Poes Phantastische Bibliothek, Band 4: Die weißen Hände und andere Geschichten des Grauens


Cover
Gesamt ++++-
Aufmachung
Brutalität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Es ist soweit: Der vierte Band der Serie "Edgar Allan Poes Phantastische Bibliothek", die von Markus K. Korb ins Leben gerufen wurde, ist im BLITZ-Verlag erschienen. Das Cover verspricht dem Leser einen Einstieg in die konfuse und gleichzeitig faszinierende Welt des Autors Mark Samuels. Dabei ist das Cover angelehnt an die Titelgeschichte "Die weißen Hände".

Insgesamt umfasst der Band neun Geschichten. Dabei bedient sich der Autor Mark Samuels der unterschiedlichsten Gegebenheiten und Situationen, die einem das Leben bietet.

Die Titelgeschichte ist sehr gut gelungen. Die anderen Geschichten sind mal besser, mal schlechter. Dies kommt jedoch auch auf den persönlichen Geschmack des Lesers an, sodass man keine der Geschichten verurteilen kann. Manche Geschichten dürften dem Phantastik-Fan zu Beginn etwas langweilig erscheinen, da es sich anscheinend um Standardgeschichten handelt, von denen man bereits weiß, wann der Übergang vom Realen in eine irreale Welt kommt. Doch auch wenn man dies bereits weiß, sollte man die Geschichte weiterlesen, da es Mark Samuels immer wieder gelingt mit seinen erstaunlichen Wendungen auch einen Leser zu beeindrucken, der bereits einige Phantastikwerke gelesen hat.

Wer jedoch ein gruseliges Werk, wie das zweite Buch der Serie von Thomas Ligotti, erwartet, wird in dieser Sammlung von Geschichten nicht ganz auf seine Kosten kommen. Dieser vierte Band beinhaltet eher Geschichten mit einem schleichenden Gefühl des Grauens, die den Leser nicht direkt mit den Ängsten bombardieren. Dafür kann man das Buch nicht mehr so einfach aus der Hand legen, wenn man mitten in einer Geschichte ist, und sobald man es doch aus der Hand legen muss, beschleicht einen ein Gefühl des Grauens und man nimmt die Umgebung nur halb wahr.

Die wundervollen Illustrationen wurden von Denis Vidinski gezeichnet und befinden sich am Anfang einer jeden Geschichte. Sie verleihen dem Buch die Aura eines wertvollen Sammlerstücks.

Fazit:
Wer das Buch direkt wieder aus der Hand legt, kann ein schlechtes Bild davon mitnehmen, doch das Durchhaltevermögen des Lesers wird immer wieder mit überraschenden Wendungen und einem tollen Schreibstil belohnt.

Vera Schott



Taschenbuch | Erschienen: 1. Januar 2005 | ISBN: 9783898409247 | Preis: 9,95 Euro | 248 Seiten | Sprache: Deutsch

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