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 Hino Horror, Band 3: Black Cat

Hino Horror 3

Serie: Hino Horror, Band 3
Autoren: Hideshi Hino
Illustratoren: Hideshi Hino
Übersetzer: Resel Rebiersch
Verlag: schreiber & leser

Cover
Gesamt ++++-
Aufmachung
Brutalität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Geboren in einem Abflussrohr und wegen ihres schwarzen Fells nicht geliebt wie ihre Geschwister, sondern abergläubig gefürchtet, macht sich eine schwarze Katze auf, um die Welt der Menschen zu ergründen. In drei Episoden berichtet Black Cat vom Wesen der Menschen und weiß dabei Befremdliches zu erzählen.

Der Bauchredner - Seit zwanzig Jahren arbeitet ein Mann als Kartenabreißer bei einem Zirkus. Talente hat er keine, im Clownskostüm hat er niemals jemanden zum Lachen gebracht, nachts säuft er. Schließlich stellt der Zirkusdirekter ihm ein Ultimatum: Innerhalb eines Monats soll er beweisen, dass er doch irgendein Talent hat, andernfalls wird er gefeuert. Und tatsächlich beginnt der Mann unter den wachsamen Augen der schwarzen Katze, die er bei sich aufgenommen hat, eine erschreckend lebendige Bauchrednerpuppe zu basteln...

Black Dog - Der kleine Hiroshi ist unglücklich. Seine Mutter arbeitet spätabends, oft auch nachts, und er ist sehr einsam. Andere Kinder schikanieren ihn - bis er eines Tages einen großen schwarzen Hund findet. Endlich kann Hiroshi Rache an seinen Peinigern nehmen. Doch als seine Mutter plötzlich einen neuen Mann nach Hause bringt, der den Hund nicht ausstehen kann, kommt es zur Katastrophe ...

Eine unglückliche Ehe - Ein altes Ehepaar streitet sich Tag und Nacht, wirft sich Gemeinheiten an den Kopf und spielt sich böse Streiche. Doch als die Frau eines Tages schwer erkrankt, ändert sich alles ...

Hideshi Hino, weltbekannter japanischer Mangazeichner, hat sich auf Horrorstories spezialisiert. "Black Cat" ist der dritte Teil der Hino Horror-Reihe (Teil Eins: "Black Snake", Teil Zwei: "Bug Boy", Teil Vier: "The Collection 1"), die bei Schreiber & Leser im Label "shodoku" erschienen ist. Der Verlag vertreibt auch so namhafte Erwachsenencomics wie Crying Freeman oder Hellblazer. Die Nummerierung der deutschen Hino Horror-Bände bei Schreiber & Leser folgt übrigens nicht der Original-Reihenfolge, dort ist "Black Cat" der sechste Teil.

Die schwarze Katze stellt bei diesem Buch die Rahmenhandlung um die anderen drei Stories herum dar, sie beobachtet und kommentiert, wundert sich über die Zweibeiner, greift aber nicht ein. Der Manga erinnert damit ein wenig an Stephen Kings "Katzenauge".
"Black Cat" hat einen angemessen dunklen Anstrich und eine skurrile Atmosphäre, die voll und ganz zu dem schwarzen Kätzchen passt, das hier die Menschen durch nicht-menschliche Augen betrachtet. Hino nutzt viele starke Kontraste von Schwarz und Weiß, wobei sich beides die Waage hält. Die Zeichnungen sind liebevoll umgesetzt, wirken teilweise kindlich, die Gesichter der Menschen rund und pausbäckig wie russische Ikonen, fast niedlich - wäre das Drumherum nicht gleichzeitig so düster und leicht beunruhigend. Richtig expliziten, blutigen Horror findet man in diesem Band allerdings nicht, auch wenn die Geschichten ziemlich gewalttätig sind.

Fazit: Wunderbar, dass Hideshi Hinos Horrorstories jetzt auch in deutscher Sprache erhältlich sind! Zeichnerisch ist "Black Cat" top, die Qualität der drei Episoden ist unterschiedlich, am stärksten sind "Black Dog" und "Der Bauchredner", eher schwach und albern wirkt "Eine unglückliche Ehe". Der Preis für diesen Manga ist mit zehn Euro etwas hoch, aber Story und Atmosphäre machen dies wieder wett.

Christina Liebeck



Taschenbuch | Erschienen: 01. Oktober 2007 | ISBN: 9783937102740 | Preis: 10,00 Euro | 188 Seiten | Sprache: Deutsch

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