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 Backen mit Hermann & Siegfried

Autoren: Dr. Oetker
Verlag: Dr. Oetker

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Anspruch
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Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis


Die meisten Leute haben schon einmal etwas von den Gesellen Hermann und Siegfried, zumindest aber von Hermann gehört. Dieser Teig kursiert schon seit langer Zeit, und nicht selten sind erste Bekanntschaften mit ihm darauf zurück zu führen, dass man im Rahmen von Sportvereinen, Kindergärten oder Grundschulen sein erstes "Hermann-Kind" mitsamt einem Pflegebriefchen bekommt.

Hermann ist ein Sauerteig, der über Tage gefüttert, gerührt, gepflegt und stehen gelassen wird, bis er dann teilungsbereit ist. Diese Teile kann man nun verbacken oder verschenken, außerdem kann man Hermann auch weiterhin ziehen. Hat man einmal einen Ansatz, so kann man theoretisch bis an sein Lebensende mit diesem Teig backen.
Neben Hermann und Siegfried gibt es noch andere Sauerteige dieser Art, die dauerhaft geführt werden. So ist Hermann, der altbekannte Teig, ein mit Zucker gefütterter Sauerteig vor allem für Kuchen, Siegfried wird eher für herzhafte Rezepte genommen, hat aber im Grunde keinen wirklichen Unterschied zum Hermann, und dann gibt es beispielsweise noch den Weizensauerteig Robert, der mit Buttermilch angesetzt wird und den Roggensauerteig Werner.
Nun, in diesem Buch sind Hermann und Siegfried aber die Stars.

Zunächst einmal gibt es zu beiden Sauerteigen das Grundrezept für den Ansatz und die Pflege, wobei keine Unterschiede deutlich werden zwischen den beiden außer, dass der Hermann laut diesem Buch Wasser oder Milch zur Fütterung erlaubt, der Siegfried hingegen nur Milch.
Besonders ärgerlich ist aber, dass bei beiden Sauerteigen Hefe im Ansatzrezept angegeben wird, denn beide Teige sind an sich wie bereits gesagt reine Sauerteige, die mit Hefe überhaupt nichts zu tun haben und sie auch nicht brauchen.

Die über vierzig Rezepte, die sich in erster Linie auf den Hermann beziehen, sind dann allerdings sehr variationsreich und bieten Formkuchen, Blechkuchen, Torten und sogar Kleingebäck.
Nur ganze elf Rezepte des Buches beziehen sich überhaupt auf den Siegfried.

Die Rezepte sind leicht verständlich erklärt, trennen Zutaten und Anleitung, bieten Nährwertangaben und besondere Hinweise zu Verwendungsmöglichkeiten oder weitere Tipps, und auch Zubereitungszeiten sowie Gesamtnährwerte sind bei den reichlich bebilderten Seiten angegeben.

Als Backbuch toll und sehr variationsreich, als Themenkochbuch aber eine wirkliche Enttäuschung.
Die hier vorgestellten Informationen zu den verschiedenen Sauerteigen finden sich in dem Buch überhaupt nicht, sämtliche Hintergrundinformationen fehlen, und auch einen beispielhaften Pflegebrief kann man bei einem Teig mit derart sozialer Komponente durch das Weitergeben an sich erwarten. Dass dann auch noch die Ansätze mit Hefe beschrieben werden, macht das Buch für reine Sauerteigfreunde wertlos.

Tanja Elskamp



Hardcover | Erschienen: 01. September 2002 | ISBN: 376700559X | Preis: 9,90 Euro | 127 Seiten | Sprache: Deutsch

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