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 Death Sentence

Todesurteil


Cover
Gesamt ++++-
Action
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Extras
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton


Nachwuchsregisseur James Wan machte bisher nur im Horrorgenre Furore: Er schrieb und drehte den fiesen Schocker "Saw" und den weniger brutalen Gruselfilm "Dead Silence". Sein neuestes Werk hingegen hat höchstens auf der psychologischen Ebene mit Horror zu tun: "Death Sentence", mit Kevin Bacon als Hauptdarsteller, ist ein reinrassiger Rachethriller. Findet Wan auch auf den Spuren von "Ein Mann sieht rot" den richtigen Weg? Oder wäre er lieber bei den Horrorfilmen geblieben?

Der Film erzählt die Geschichte des Familienvaters Nick Hume (Kevin Bacon), dessen Sohn Brendan (Stuart Lafferty) bei einem vermeintlichen Überfall an einer Tankstelle umgebracht wird. Als Nick erkennt, dass der Mord an seinem Sohn Brendan kein gewöhnlicher Raubüberfall, sondern nur ein bizarres Aufnahmeritual einer Jugendgang war, beschließt er, das ohnehin schwierige Gerichtsverfahren gegen den Mörder zu beenden und selbst die Gerechtigkeit durchzusetzen. Doch bereits kurz nachdem Nick den Mörder seines Sohnes getötet hat, muss er feststellen, dass er sich mit den falschen Leuten angelegt hat: Der brutale Gangleader Billy (Garrett Hedlund) hat nun seinerseits bittere Rache geschworen. Bald ist nicht nur Nicks Leben in Gefahr, sondern auch das seiner Familie. Gelingt es ihm, gegen die übermächtigen Verbrecher zu bestehen?

"Death Sentence" ist ein thematisch unbequemer Film geworden: Selbstjustiz war schon immer ein heißes Eisen, und daran ändert auch Wans Beitrag nichts. Ohne sich zu verbrennen, wandelt der Regisseur jedoch geschickt auf dem schmalen Grat zwischen Verdammung und unkritischer Hinnahme, so dass die moralische Fragestellung unterschwellig immer wieder aufgegriffen wird. Wie dieser Aspekt zu bewerten ist, soll nicht im Zentrum dieser Kritik stehen und muss von jedem Zuschauer für sich entschieden werden. Die handwerkliche Qualität von Wans Thriller steht indes auf einem anderen Blatt - und diesbezüglich ist "Death Sentence" über jeden Zweifel erhaben. Souverän inszeniert und eindringlich gespielt ist der Film ein Highlight des Action- und Thrillergenres. Wan findet eine vortreffliche Balance zwischen emotionsintensiven Momenten tiefer Traurigkeit und krachenden Actionsequenzen, die durch knisternde Spannung, gewagte Kameraarbeit und einen packenden Rocksoundtrack überzeugen. Auch die Schauspieler um Kevin Bacon, Garrett Hedlund und John Goodman liefern eine gute Leistung ab und verleihen dem Film so die notwendige Glaubwürdigkeit. Nach "Saw" und "Dead Silence" beweist Wan erneut sein Talent für düster-heftiges Entertainment und ein untrügliches Gespür für wirkungsvolle inszenatorische Kunstgriffe. Somit ist "Death Sentence" ein höchst sehenswerter, spannender Unterhaltungsfilm mit einer gehörigen Portion blutiger Action, der Thrillerfans in Entzückung versetzen dürfte.

Die DVD im Steelbook von Concorde Home Entertainment enthält neben dem Film in guter Qualität auch einige Extras (Interviews, Featurette zum Aufbau einer Szene, B-Roll, Produktionsnotizen, Fotogalerie, Trailer zu "Death Sentence" und anderen Filmen des Anbieters). Das Bonusmaterial ist nicht gerade spektakulär, bietet dem interessierten Zuschauer aber immerhin einen Einblick in die Produktion des Films.

Fazit: Vorsicht Hochspannung! Brutal, düster und herrlich gemein - ein guter Thriller ohne Kompromisse.

Marc Zeller



DVD | Disc-Anzahl: 1 | Erschienen: 01. Februar 2008 | FSK: 18 | Laufzeit: 101 Minuten | Originaltitel: Death Sentence | Preis: 19,98 Euro | Untertitel verfügbar in: Deutsch | Verfügbare Sprachen: Deutsch, Englisch

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